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IAF Basel - Festival für zeitgenössische Kunst

Das IAF Basel ist ein spartenübergreifendes Festival für zeitgenössische Kunst, das dem afrikanischen Kontinent und dessen Diaspora gewidmet ist.

Von antiquierten Denkmustern…
In Europa dominiert nach wie vor ein überwiegend negatives Bild Afrikas: Jenes von einem durch Armut und Krieg gebeutelten und hilfsbedürftigen Kontinent. Dieses einseitige und verzerrte Bild wird durch fragmentarische mediale Berichterstattung und sogenannte Entwicklungshilfe laufend reproduziert. Wahrnehmbar sind primär Negativschlagzeilen, Spendenaufrufe humanitärer Hilfsorganisationen oder Kulturveranstaltungen, die von Exotismen geprägt sind und somit koloniale Denkmuster konservieren.

...über kosmopolitische Lebensrealitäten…
Herkömmliche nationale und kontinentale Kategorisierungen werden jedoch zunehmend obsolet und sind ausserdem trügerisch. Die Lebensrealität vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler ist wesentlich kosmopolitischer: Lebensmittelpunkte verlagern sich, persönliche Netzwerke und kreative Szenen entwickeln sich transnational und divergierende Kulturen und Erfahrungen werden miteinander verknüpft. Zeitgenössische Kunst erzählt auf einzigartige Weise von diesen individuellen Wirklichkeiten. Trotzdem werden Kunstschaffende, deren Kunst sich mit dem afrikanischen Kontinent befasst, meist marginalisiert oder gar romantisiert behandelt, was einer Begegnung auf Augenhöhe hinderlich ist.

...hin zu zeitgenössischer Kunst...
Vor diesem Hintergrund bietet das spartenübergreifende Kunstfestival IAF Basel eine Plattform für zeitgenössische Kunst, die sich mit dem afrikanischen Kontinent oder dessen Diaspora auseinandersetzt. Fotografieausstellungen bilden dabei den Kern des Festivals, während das weitere Programm den unterschiedlichsten zeitgenössischen Ausdrucksformen gewidmet ist. Ziel ist es, Kunst so zu präsentieren, dass sie frei von Exotismen und unabhängig der Herkunft der Künstler wahrgenommen wird. In diesem Sinne ist das IAF Basel stets bemüht, stereotype Vorstellungen zu hinterfragen, damit sich neue Sichtweisen entfalten können.

...im öffentlichen Raum
Die Veranstaltungen und Kunstinterventionen des IAF Basel finden vorwiegend im öffentlichen Raum statt, was einen besonders niederschwelligen und kostenfreien Zugang gewährleistet. Auf diese Weise werden Diskurse und Haltungen zu Kunst, zum afrikanischen Kontinent und zu dessen Diaspora nicht nur im wissenschaftlichen Kontext und in den Feuilletons geführt, sondern ganz individuell und persönlich reflektiert. Diese im alltäglichen Umfeld stattfindenden Erfahrungen ermöglichen Begegnungen auf Augenhöhe, die für eine integrative und tolerante Gesellschaft von essentiellem Wert sind und sich positiv auf die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft auswirken.

www.iaf-basel.com